die Bundeswehr soll keine parallelen Strukturen zur NATO aufbauen, sondern auf den beschlossenen Fähigkeitsaufbau der NATO einzahlen und diesen beschleunigen.
Nutzung bestehender NATO Strukturen
Das Korps I wird durch den Aufwuchs des Multinationales Korps Nord-Ost (MNC-NE) der NATO realisiert und hat den Schutz der Nordostflanke der NATO zum Ziel.
Korps II baut das Deutsch-Niederländisches Korps (1GNC) aus, dem weitere Kräfte aus Belgien und Dänemark unterstellt werden. Eine der weisentlichen Fähigkeiten dieses Korps stellt eine flächendeckende gestaffelte Luftabwehr, sowie die Möglichkeit, weitreichende bodengestützte Präzisionsschläge durchzuführen, dar. Zudem stellt es die Logistik für die Verteidigung der NATO-Ostflanke zur Verfügung.
Korps III wird durch das Eurocorps realisiert, dem eigene Verbände unterstellt werden. Es ergänzt die Fähigkeiten des Korps II um eine atomare Komponente und verstärkt mit den eigenen Verbänden nach Bedarf die Nord-Ost bzw. Süd-Ost-Flanke der NATO.
Für das Korps IV unterstellt Deutschland seine bestehende Division Schnelle Kräfte dem Allied Rapid Reaction Corps (ARRC) und stellt weitere geeignete Verbände auf.
Die Heimatschutzdivisionen werden in die Korps I bis III integriert.
Den Aufwuchs vom Kopf auf die Füße stellen
Statt großer strategischer Zielplanungen und Beschaffungsvorhaben, sollte ein flexibles organisches Wachstum des Heeres angestrebt werden. Dabei erhält jedes Bataillon den Auftrag, pro Kalenderjahr eine zusätzliche Kompanie aufzustellen, auszubilden und auszustatten.
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr fokussiert sich – nachdem die Auswahl der Waffensysteme durch Rahmenverträge über die Nutzungsdauer gesichert sind – auf einen bedarfsgerechten Zulauf der Systeme mit ca. 12 Monaten Vorlauf.
Die so neu geschaffenen Kapazitäten werden dann jeweils nach 12 bis 24 Monaten zu neuen Großverbänden formiert und je nach Änderung der Bedrohungslage ggf. in Ausstattung und Ausbildung neu ausgerichtet.